19.10.2017

Studienergebnisse "Oldtimer in Österreich"

Einstellungen zu historischen Fahrzeugen und sozioökonomische Bedeutung

Cover "Oldtimer in Österreich"

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Im Rahmen der CLASSIC EXPO in Salzburg, wurden am 21.10.2017 erstmals die Ergebnisse der in Österreich erstmals durchgeführten Studie "Oldtimer in Österreich - Einstellungen zu historischen Fahrzeugen und sozioökonomische Bedeutung" präsentiert.

Die Daten- und Faktenlage zum Thema „Oldtimer in Österreich“ war vor der Erstellung der vorliegenden Studie weder umfassend noch durchgängig erfasst. Es war daher höchste Zeit eine solide einheitliche Datenbasis zum österreichischen Markt für historische Fahrzeuge für alle in die aktuellen und zukünftigen Themen und Diskussionen eingebundenen Zielgruppen wie Fahrzeughalter, Clubs, Verbände, Öffentlichkeit, Medien, Behörden, Politik und internationale Kontakte zu schaffen.

Die Ergebnisse waren aufschlussreich und zeigen die Bedeutung und die Wirtschaftskraft der Oldtimer Szene in Österreich. Im Folgenden nur einige Highlights. Die Details zur Studie finden Sie im Anhang als Kurzfassung oder Gesamtbericht.

Herr und Frau Österreicher lieben Oldtimer. 59% oder 4,2 Millionen freuen sich, wenn sie einen Oldtimer auf der Straße sehen. 64% sehen Oldtimer als Kulturgut an, das erhalten werden soll und rund 96.000 Österreicher besitzen einen historischen PKW oder ein Motorrad. Wir sprechen in etwa von 3,7 Milliarden Euro Bestandswerten, die in Österreich in privaten Händen mit Freude gehegt und gepflegt werden um auch zukünftigen Generationen die Geschichte der Mobilität vor Augen führen zu können. Oldtimer sind Zeitzeugen der Geschichte der Mobilität und als solche auch in Zukunft auf Österreichs Straße zu erhalten. Die Erhaltung der Oldtimer soll nicht erschwert, sondern erleichtert werden.

Der typische OldtimerbesitzerIn ist zwischen 40 und 60 Jahren alt, zu 94% männlich und fährt im Jahr mit seinem Gefährt unter 1000km, mit dem Motorrad unter 500km. Wir sprechen von einem zahlenmäßigen Bestand an historischen Automobilen in Relation zum Gesamtbestand von 2,2%. Die Laufleistung der Oldtimer liegt anteilsmäßig um die 0,2% aller gefahrenen Kilometer in Österreich. Historische Fahrzeuge werden selten, achtsam und vorsichtig benutzt.

Die beliebteste Marke ist VW. 35% aller historischen Fahrzeuge sind „historisch“ typisiert. Der durchschnittliche Wert des historischen Automobils in Österreich liegt bei rund 23.000 Euro, bei Motorrädern liegt dieser bei rund 5000 Euro. Etwa 40% des Bestandes der Fahrzeuge liegt bei einem Wert von unter 20.000 Euro.

Leidenschaft verbindet. Die Clubszene ist ein wesentlicher Faktor in der Erhaltung und Pflege historischer Fahrzeuge. Die Clubs stellen einen Wissenspool, eine Plattform für soziale Kontakte, gemeinsame Aktivitäten und Nachwuchspflege dar. Die Mitgliederanzahl lässt sich im Schnitt mit 100 Mitgliedern beziffern. Ein Mitgliedsbeitrag von rund 39 Euro pro Jahr ist erschwinglich, und die Vielfalt an Information und Kommunikation die Clubs ihren Mitgliedern zur Verfügung stellen, sind ein wesentlicher Beitrag in der Ausübung des Hobbies. Die meisten Oldtimer-Enthusiasten stellen den Genuss in den Vordergrund.

Die Unternehmen der Branche sehe die Zukunft optimistisch, wenn gleich drohende Gesetzesänderungen, die Einschränkung in der Ausübung der Oldtimerei und Schwierigkeiten im Finden geeigneter Nachwuchskräfte doch als kritisch gesehen werden. Die Unternehmen leben primär von heimischen Kunden. 50% der Betriebe erwarten steigende Umsätze. Klein- und Mittelbetriebe, Handwerk und Familienunternehmen mit langjähriger Erfahrung bilden den Kern der Betriebe in der Oldtimerbranche. Die wirtschaftlichen Impulse kommen zum überwiegenden Teil heimischen Unternehmen zugute.
Die wirtschaftliche Bedeutung der Oldtimerbranche in Österreich wird mit rund 690 Millionen Euro per anno berechnet und setzt sich aus den direkten und indirekten Ausgaben der BesitzerInnen und den im Inland relevanten Käufen und Verkäufen zusammen. Gerade Handwerks-, Klein- und Mittelbetriebe sowie Tourismusregionen profitieren von den Ausgaben, die im Rahmen der Oldtimerszene und den vielen  Veranstaltungen getätigt werden.

Der Schulterschluss und das gemeinsame Arbeiten der Oldtimerszene in Österreich stellen die Zukunft unseres rollenden Kulturguts auf Österreichs Straßen sicher. Alle sind aufgerufen in der Beurteilung der Sinnhaftigkeit von Maßnahmen, die die Erhaltung des Kulturguts Oldtimer gefährdet maßvoll die
Relationen der Erhaltung von kulturellen Werten und die tatsächliche Wirkung von Beschränkungen im Auge zu behalten.

Auf www.oldtimer-guide.at gibt es die Studie als Download oder Blätter-pdf.

Die Untersuchung wurde im Auftrag von Mag. Christian Schamburek, Herausgeber und Autor des OLDTIMER GUIDE, durchgeführt.
Durchführendes Institut: Telemark-Marketing, MMag. Robert Sobotka

Für die konzeptionelle Struktur dient eine in Großbritannien Anfang 2015/16 durchgeführte nationale Studie als Vorbild, die in ihrem (modularen) Aufbau auf österreichische Verhältnisse umgelegt wird.

METHODE: Online Befragungen und Interviews

Mit Unterstützung des BMVIT (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie)
Mit Unterstützung von: ÖMVV (Österreichischer Motor-Veteranen-Verband), AMV (Arbeitsgemeinschaft für Motorveteranen), Wirtschaftskammer Österreich Bundesinnung Fahrzeugtechnik, Wirtschaftskammer Österreich Bundesgremium des Fahrzeughandels, ÖAMTC, OFN (Oldtimerfreunde Niederösterreich), VAV Versicherungs-AG, CASCAR (Classic and Sports Car Assekuradeur GmbH), TÜV Süd Landesgesellschaft Österreich GmbH.

Über Mag. Christian Schamburek
Mag. Christian Schamburek, ist Jahrgang 1962, studierte Betriebswirtschaftslehre und ist unter anderem Herausgeber und Autor des Oldtimer Guide. Er ist Generalsekretär stv. des ÖMVV (Österreichischer Motor-Veteranen-Verband) und des KHMÖ (Kuratorium Historische Mobilität Österreich) sowie Leiter des Verlagsbüros Österreich der VF Verlagsgesellschaft mbH (Oldtimer Markt, Oldtimer Praxis, Oldtimer & Reisen, British Classics). Es ist ihm ein Anliegen das historische Fahrzeugwesen in Österreich aktiv zu unterstützen und die Interessen aller BesitzerInnen aber auch FreundInnen klassischer Fahrzeuge zu vertreten. Die Studie wurde aufgesetzt um eine breite Basis an Daten und Fakten zu schaffen, die für alle relevanten Gruppen wie, Politik, Interessensvertretungen, Wirtschaft, BesitzerInnen u.v.m. einen gemeinsamen Daten und Wissenspool bieten soll.

Über Telemark-Marketing: MMag. Robert Sobotka, MBA
TELEMARK MARKETING wurde 1992 von Gebhard Zuber und MMag.Robert Sobotka, MBA gegründet. Bereits 1995 entstand der Geschäftsbereich telefonische Marktforschung. TELEMARK MARKETING ist nach der internationalen Norm ISO 20252 für die Markt- und Meinungsforschung zertifiziert und befragt jährlich ca. 200.000 Personen. Das Unternehmen ist damit in diesem Segment Marktführer in Österreich und führt telefonische Interviews nicht nur für renommierte österreichische Unternehmen sondern auch für nationale und internationale Marktforschungsinstitute sowie für öffentliche Institutionen wie z.B. die Bundesanstalt Statistik Austria durch. Mit der zunehmenden Verbreitung von Online-Research beschäftigt sich Telemark Marketing auch zunehmend mit multimodalen Befragungen (Kombination Online & Telefon).
MMAG. ROBERT SOBOTKA, MBA MMag. Robert Sobotka, MBA, (Jahrgang 1969) studierte Betriebswirtschaftslehre und Psychologie in Wien. 2012 ergänzte er seine Ausbildung um den Master General Management. Er setzt seit über 20 Jahren seinen beruflichen Schwerpunkt auf telefonische und multimediale Kundenbefragungen. Zu diesem Thema erschienen in den letzten Jahren von ihm zahlreiche Publikationen. Robert Sobotka ist aktueller Vorsitzender des Verbandes der Marktforscher Österreichs (VMÖ).

OKTOBER 2017

Kontakt:
CSC christian schamburek communication & consulting
Mag. Christian Schamburek
Leopold Gattringer Straße 55
2345 Brunn am Gebirge
Mobil: +43/664/ 620 11 10
c.schamburek@csc-communication.com

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Bericht zur Studie "Oldtimer in Österreich" Langfassung

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Bericht zur Studie "Oldtimer in Österreich" Kurzfassung

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