16.10.2016

Verbandstag 2016 des Österreichischen Motor-Veteranen-Verbandes, Dachverband des historischen Fahrzeugwesens, auf der Classic Expo in Salzburg

Teilnehmer an der Podiumsdiskussion "Gibt es in 10 Jahre noch eine Oldtimer Szene – Was müssen wir HEUTE tun um dies sicherzustellen" : ÖMVV Verbandstag 2016

Mag. Christian Schamburek (ÖMVV), Wolfgang Buchta (Austro CLassic), KR Präsident Robert Krickl (ÖMVV), DI Georg Hönig (AbtLeiter WST8 NÖ Landesregierung), KR Franz Steinbacher (Sachverständiger, Vertreter der WKO – Beirat histor. Fahrzeuge BMVIT), Manfred Rotschne (Manro Classic Museum)

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Unter reger Teilnahme der Mitgliedsclubs fand am Samstag, 15. Oktober 2016, der Verbandstag des ÖMVV (Österreichischer Motor-Veteranen-Verband, Dachverband des historischen Fahrzeugwesens und Autorität der FIVA) im Rahmen der Classic Expo in Salzburg statt. Neben zahlreichen Vertretern der österreichischen Oldtimerclubs begrüßte ÖMVV Präsident KR Ing. Robert Krickl unter anderem als Gäste, Ing. Ernst Piech, Gründer der Ferdinand Porsche Erlebniswelt „Fahr(t)raum“, Ing. Johannes Rath, Altpräsident des ÖMVV, Ing. Maximilian Hölzl, Ehrenpräsident des ÖMVV und Vertreter der Kooperationspartner des ÖMVV wie Mag. Barbara Hafok, Leiterin PR und Marketing des Technischen Museum Wien, Georg Brown, ÖAMTC Historic und Dr. Norbert Griesmayr, Vorstandsdirektor der VAV-Versicherung.

Die Schwerpunkte des Verbandstages lagen unter anderem auf Impulsvorträgen zu Verbandsthemen im engeren Sinn, wie die Neuausrichtung des Verbandes im Sinne des Leitbildes des ÖMVV. Präsident KR Ing. Robert Krickl betonte die internationalen Aktivitäten des Verbandes, die engen Kontakte mit Behörden, Politik, Vereinen und Institutionen im Sinne der Interessensvertretung, die Serviceorientierung, Informationsaufgaben, die enge Partnerschaft mit der Wirtschaft und den Schwerpunkten in der Jugendarbeit des Österreichischen Motor-Veteranen-Verbandes.

Mag. Wolfgang Eckel, Vizepräsident für FIVA und Internationale Beziehungen, erläuterte die FIVA-ID Card „Neu“ mit der Einführung einer fahrzeugbezogenen und einmaligen „FIVA REGISTRATION NUMBER“, einer besitzerspezifischen und zeitabhängigen FIVA CARD ID zusätzlich, „angehängt“ an die REGISTRATION NUMBER, einem neuen technischen Code, mit gesonderter Bewertung der nicht zeitgemäßen Umbauten und die aktuellen europäischen legislativen Entwicklungen in Europa. Als wichtige kommende Herausforderungen skizzierte Mag. Eckel die Neuformulierung der in Ausarbeitung befindlichen Umweltrichtlinie mit der Problemstellung der Fahrzeuge unter Zustand 3 („Wrack“), die Problematik der Low Emission Zones (z.B. Luftsanierungsgebiete in Österreich) und das Thema "Low Emission Mobility" - dem Bericht zur zukünftigen Mobilität im Lichte der Pariser Klimaverträge, den sich daraus ergebenden Umsetzungsstrategien und relevanten Themen für die Oldtimerszene.

Mag. Günter Lippitsch, Oldtimer-Rechtsanwalt, erläuterte die aktuellen Entwicklungen und Gerichtsentscheidungen zum Thema "Wertminderung durch Unfallschäden". Erstmalig wurde gerichtlich ein finanzieller Ausgleich der Wertminderung bei klassischen Fahrzeugen, neben den Schadenskosten anerkannt und damit die Zahlungsverpflichtung von Seiten der Versicherungen bestätigt.

Dr. Norbert Giesmayr, Vorstandsdirektor der VAV-Versicherungen gab einen interessanten Überblick zur Wertentwicklung klassischer Automobile. Der Deutsche Oldtimer Index legte 2015 um 5,6 Prozent zu. Damit stieg der Index von 2.285 auf 2.413 Punkte. Dieser Zuwachs entspricht fast exakt dem durchschnittlichen jährlichen Anstieg seit Beginn der Erhebung des Index (1999). Langfristig zeigt damit die Wertentwicklung klassischer Automobile eine klare positive Tendenz nach oben.

Mag. Christian Schamburek, Mitglied des Vorstandes des ÖMVV, fasste die deutsche Initiative zur Anerkennung des "Automobilen Kulturguts als immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe" zusammen, und erläuterte die Chancen und Perspektiven hinsichtlich der Automobilen Kultur als Sympathieträger im öffentlichen Bewusstsein, der Belange in Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik und den Wirkungsmechanismen der gesamtgesellschaftlichen Multiplikatoreffekte. Die verstärkte Verankerung des historischen Fahrzeuges als rollendes Kulturgut im öffentlichen Bewusstsein wird als wesentlicher Faktor in der Erhaltung klassischer Fahrzeuge auf Österreichs Straßen erkannt,

Ing. Ernst Piech, Jakob Iglhauser und Max Lampelmaier stellten die Ferdinand Porsche Erlebniswelt "Fahr(t)raum" vor und zeigten, dass Museen nicht nur historische Fahrzeuge zeigen, sondern "erlebbar" machen und damit zu lebendigem Kulturgut werden.

Dieter Bernst, von Baia Holiday, sorgte dann noch mit der Vorstellung herrlicher Reiseziele für Oldtimerreisen für herrliche Eindrücke.

Ein weiterer Höhepunkt des Programms war die Podiumsdiskussion zum Thema "Gibt es in 10 Jahren noch eine Oldtimer Szene – Was müssen wir HEUTE tun um dies sicherzustellen", mit einer hochrangigen Expertenrunde. Es diskutierten KR Ing. Robert Krickl (Präsident des ÖMVV), DI Georg Hönig (AbtLeiter WST8 NÖ Landesregierung und Mitglied des Beirates für historische Fahrzeuge / BMVIT), KR Franz Steinbacher (Sachverständiger, Vertreter der WKO im Beirat historische Fahrzeuge / BMVIT), Wolfgang Buchta (Herausgeber Austro Classic) und Manfred Rotschne (Manro Classic Museum).
Es bestand Einvernehmen, dass das historische Fahrzeug einen wichtigen Teil der automobilen Kultur in Österreich darstellt und als solcher auf Österreichs Straßen auch in Zukunft  "erlebbar" und "erfahrbar" bleiben wird. Allerdings werden Themen wie die Originalität von Fahrzeugen, als wesentlicher Kulturfaktor deutlich an Bedeutung gewinnen und auch die wirtschaftliche Bedeutung der Oldtimerszene im Tourismus und anderen Wirtschaftsbereichen darf nicht unterschätzt werden. Die Initiativen des Verbandes in Deutschland und auf internationaler Ebene durch die FIVA, zur Anerkennung des "Automobilen Kulturguts als immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe" werden als ein wesentlicher Schritt zur öffentlichen Wahrnehmung des historischen Fahrzeuges als Kulturgut begrüßt. Der ÖMVV steht in enger Verbindung mit dem deutschen Verband um die Entwicklungen zu beobachten und gegebenenfalls auch Schritte in Österreich initiieren. Die Kennzeichnung historischer Fahrzeuge war ebenso ein intensiv diskutiertes Thema. Es war die einhellige Meinung des Podiums, dass aufbauend auf, den im Beirat für historische Fahrzeuge schon diskutierten Grundlagen, hier zeitnahe und finale Schritte zur Umsetzung getätigt werden müssen. Dies wurde als umso wichtiger angesehen, als damit auch sichergestellt werden könnte, dass, über diese Kennzeichnung, Besitzer klassischer Fahrzeuge der Wichtigkeit einer Eintragung ihres Oldtimers als "historisches Fahrzeug", vermehrte Aufmerksamkeit schenken. Damit wird auch die öffentliche Wahrnehmung des historischen Fahrzeuges als Kulturgut unterstützt. Des Weiteren wurde eine Initiative von Seiten des ÖMVV zur Erarbeitung wichtiger aktueller Eckdaten für Österreich, in Bezug auf die wirtschaftliche Bedeutung sowie Zahlen und Fakten zur Oldtimerszene in Kooperation mit Partnern aus der Wirtschaft, angeregt.
 
Über den ÖMVV:
Der Österreichische Motor-Veteranen-Verband (ÖMVV) ist der Dachverband für das historische Fahrzeugwesen in Österreich, als solcher die Interessensvertretung der OldtimerbesitzerInnen gegenüber dem Gesetzgeber und Serviceorganisation für seine Verbandsmitglieder. Zurzeit gehören dem ÖMVV 83 Clubs mit zirka 9.000 Mitgliedern an, sowie ÖAMTC und ARBÖ als außerordentliche Mitglieder.
Der ÖMVV ist stimmberechtigtes Mitglied im „Beirat für historische Kraftfahrzeuge“ beim Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT). Gerade in Zeiten hoher Sensibilität in Fragen der Umwelt, ist die Interessensvertretung der BesitzerInnen historischer Fahrzeuge und die Erhaltung rollenden Kulturgutes von großer Wichtigkeit. Der enge Kontakt mit gesetzgebenden Gremien, Behörden, Politik und Öffentlichkeit auf allen Ebenen und unter Ausnutzung aller Kommunikationskanäle steht daher im Vordergrund um die positive Stimmung für das Oldtimerwesen auch in jüngeren Zielgruppen zu fördern.
Der ÖMVV steht mit internationalen Dachverbänden im laufenden Erfahrungsaustausch, um EU-weite Lösungen zu erreichen und ist gleichzeitig die nationale Autorität des Weltdachverbandes FIVA (Fédération Internationale des Véhicules Anciens) in Österreich. Damit ist der ÖMVV berechtigt die FIVA ID-Card für in Österreich zugelassene Fahrzeuge auszustellen Die FIVA ID-Card ist ein im Rahmen der FIVA anerkanntes, internationales Dokument, das über die technischen Daten eines Fahrzeuges und dessen Identität Auskunft gibt.
Die intensive Informationsarbeit des ÖMVV als Dachverband gilt nicht nur den Clubs, sondern auch verstärkt direkt den Besitzern und Besitzerinnen historischer Kraftfahrzeuge. Auf diese Weise sollen Personen, die noch keinem Club angehören, für die Verbandsmitglieder interessiert  und an die österreichische Clubszene herangeführt werden.

Über die FIVA:
Die FIVA („Fédération Internationale des Véhicules Anciens“) wurde vor fast 50 Jahren als Weltorganisation zur Wahrung der Interessen von Oldtimerbegeisterten gegründet. Sie ist eine nicht gewinnorientierte Organisation mit Sitz in Frankreich und Mitgliedern in über 60 Ländern auf allen Kontinenten. Mitglieder der FIVA sind die nationalen Organisationen, die sich dem Erhalt des kraftfahrtechnischen Erbes in ihrem Heimatland widmen. Diese Verbände von Oldtimerclubs repräsentieren rund 1,5 Millionen Menschen. Ihr gemeinsames Ziel ist der Erhalt der historischen Fahrzeuge, die sie so schätzen, und deren gelegentliche Nutzung für ihren eigentlichen Daseinszweck: Den Spaß am Fahren! Daher lautet das FIVA-Motto: Fahrzeuge von gestern auf den Straßen von morgen.
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Podiumsdiskussion ÖMVV Verbandstag 2016: Gibt es in 10 Jahre noch eine Oldtimer Szene – Was müssen wir HEUTE tun um dies sicherzustellen.
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Kontakt

Mag. Christian Schamburek

Leopold Gattringer Straße 55
A-2345 Brunn am Gebirge 

Mobil: +43 (0) 664 620 11 10
Email: c.schamburek@csc-communication.com 
Web: www.csc-communication.com

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